Category Archives: SmileIT.DE

Den Smile-IT Blog gibt’s jetzt auch auf Deutsch – mit Beiträgen zu den brennenden Innovationsthemen unserer Zeit. Alles rund um soziale Netzwerke, dem Internet der Dinge, “Digital Business”, der Verbindung von Mensch und Internet, Datenvielfalt, Datenmengen, dem Umgang damit, … und den Technologien dahinter!

Bedürfnispyramide / Hierarchy of Needs

… und auch wenn die allgemeine Digitalisierung und das dauernde Verbundensein grundsätzlich spannende und bereichernde Entwicklungen sind, dürfen wir – gerade dieser Tage – WLan und Akkuleistung auf der Maslow’schen Bedürfnispyramide ruhig ein wenig weiter oben einreihen. Tim Minchin hat da ein paar ganz gute Ideen dazu …


 

… and even though Digitalization and ubiquitous connection of everyThing are interesting and enriching advancements of mankind, we’re surely allowed – especially during these days – to put “WiFi” and “Akku” onto some higher places within Maslow’s “hierarchy of needs”. Tim Minchin has some nice ideas to this, indeed …

 

Published by:

IT Bildung fürs Digitale Zeitalter

Und wieder eine “Jammer”meldung (nein, nicht Yammer, das Microsoft Enterprise Social Network ;)):

41.000 IT Experten fehlen

meldet BITKOM e.V. in einer Aussendung vom 11.11.2014! Und konkludiert nach der Diskussion der durchaus repräsentativen Analyseergebnisse (1.500 Unternehmen wurden befragt), dass es dringend eines “Pflichtfachs Informatik in der Sekundarstufe I” bedürfe.

Die Deutsche Sekundarstufe I entspricht der Österreichischen “Unterstufe” (also z.B. Hauptschule oder Gymnasium, Klasse 1 – 4, oder 5. bis 8. Schulstufe). Das ist aber hier überhaupt nicht das Thema, denn der Ansatz und die Forderung ist sowieso grundlegend falsch (egal für welche Schulstufe) und geht vollkommen an dem vorbei, was in einem Bildungssystem für das “Lernen” von IT nötig wäre!

IT wird in kürzester Zukunft integraler Bestandteil aller Wirtschaftszweige sein. In einem eigens dafür geschaffenen Schulunterrichtsgegenstand – in einer eigenen Lerneinheit – disjunkt von allem anderen Lernen durch Lehrkräfte, die die Ausbildung dazu nie bekommen haben, “Computer-Gebrauch” unterrichten zu lassen, ist so sinnentleert wie auf Grund von Lehrermangel einen Geographiker Physik unterrichten zu lassen (ja, auch das kommt – zumindest im österreichischen Schulsystem – tatsächlich vor, insofern überrascht mich die Forderung nicht wirklich; sie ärgert mich bloß).

Die einzige wirklich zielführende Maßnahme ist das integrierte Benutzen von Computern im Unterricht.

  • Ob eine Schülerin ihr Heft oder ihr Notebook zum Mitschreiben benutzt, muss egal sein.
  • Ob ein Schüler das Tafelbild abmalt oder mit dem Tablet fotografiert, ist völlig einerlei.
  • Ob eine Schülerin ein Wörterbuch oder linguee.com am Mobiltelefon zum Nachschlagen verwendet, darf keinen Unterschied machen.
  • Die Nutzung von Mobilgeräten im Unterricht muss explizit erlaubt sein (verbieten kann die Schule ja gerne die Nutzung bestimmter Apps, wenn sie es nicht schafft, den SchülerInnen den richtigen – den zielführenden – Umgang mit dem Gerät zu vermitteln)

So lange unser Schulsystem “Informatik” als Unterrichtsgegenstand begreift, anstatt IT als integralen Bestandteil des Lebens, bildet es unserer Schüler eindimensional, allenfalls parallel in verschiedenen, voneinander getrennten Disziplinen aus. Die Realität ereilt die Ausgebildeten dann, wenn die erste Jobausschreibung mit der Forderung nach IT-Kenntnissen überrascht – und viele (wenn nicht alle) Jobausschreibungen werden das in Zukunft! Aufgabe jedes IT-Unternehmens, -Vereins oder -Netzwerkes ist es daher, Informatikunterricht abzulehnen und die echte Integration der IT in das Ausbildungssystem zu betreiben!

 

Das Feature Bild entstammt dem – grundsätzlich erfreulichen – Focus.DE Artikel: “Tablet-Computer sollen Unterricht verbessern

 

Published by:

Digitalisierung kostet! Jobs oder Skills?

Gerade eben gelesen: “Ausbau des Online-Bankings kostet bei ING 1.700 Stellen“. Wirklich? frage ich.

Ja, natürlich – und darüber soll mein Beitrag hier keineswegs hinwegtäuschen – ist es dramatisch, wenn ein Unternehmen 1.700 MitarbeiterInnen freisetzen muss (oder möchte?). Natürlich erwarte ich – so ist nun einmal mein persönlicher Zugang nach 5 durchlebten Siemens-Sozialplänen in Management-Position – von einem solchen Unternehmen geeignete Auffangmaßnahmen in Zusammenarbeit mit den jeweiligen nationalen sozialen Organisationen (Sozialversicherung, Arbeitsmarktservice, etc.).

Aber dürfen wir wirklich der Digitalisierung den schwarzen Peter für diese Arbeitsplatzverluste zuschieben? Dürfen wir sagen, dass die Digitalisierung daran schuld ist, dass Menschen nicht mehr das tun können, was sie vielleicht über Jahre (vielleicht aber auch nur über ein paar Monate) getan haben?

Ich glaube, dass dies ein radikal falscher Zugang zur Frage der kommenden Veränderungen in der IT ist! Durch die in den nächsten Jahren kommende Durchdringung nahezu aller Geschäfts- und Lebensbereiche mit digitalen Hilfsmitteln (Stichwort: Internet of Things), durch das Einzug-Halten von Software in Themenbereiche und Geschäftsarten, die heute vielleicht noch nicht einmal irgend etwas mit Software zu tun haben, werden völlig neue Jobs – völlig neue Arten von Arbeit – geschaffen werden.

Digitalisierung kostet nicht Jobs. Digitalisierung kostet Fähigkeiten. Manch Fähigkeit, die heute vielleicht noch ein Alleinstellungsmerkmal für eine/n ArbeitnehmerIn ist, kann morgen schon eine sein, die von einem Ding, einem Software-Service oder einer neuen Daten-Plattform erledigt wird. Das heißt jedoch nichts anderes, als dass jede und jeder in welcher Wirtschaftssparte auch immer Berufstätige sich heute bereits überlegen kann (darf, muss?), wie sich die persönlichen Fähigkeiten so weiterentwickeln lassen, dass auch in einer durch Digitalisierung veränderten Branche die eigene Arbeitskraft noch benötigt wird.

Und es läge in der Verantwortung der Unternehmen, nicht nur die Transformation des eigenen Produktes oder Unternehmens auf Grund der fortschreitenden Digitalisierung zu managen, sondern auch und im besonderen Veränderungsmanagement für die eigenen MitarbeiterInnen aktiv anzugehen!

 

{header image (C) Getty Images, trend.at}

 

Published by:

Gartner ITxpo: IT im größten denkbaren Wandel

Von Montag 9. bis Donnerstag, 13.11. ging in Barcelona das heurige Gartner Symposium mit der ITxpo über die Bühne. Glaubt man den Betonungen der Gartner Analysten selbst, so ist dies eine der wichtigsten Trend-Konferenzen des Jahres und in der Tat haben die Einschätzungen des IT Research Unternehmens durchaus Hand und Fuß.

In der Keynote – wie könnte es anders sein – steht die “Digitale Wirtschaft” (eine ansich sperrige Übersetzung des Begriffs “Digital Business”) natürlich im Mittelpunkt und Peter Sondergaard, Senior Vice President und Head of Research, wartet mit 3 wesentlichen Zukunftsaussagen auf:

  • IT und Geschäftsanwendung haben sowohl grundsolide als auch sehr flexibel zu sein, um mit den sich schneller ändernden Anforderungen an Integrationen, Beziehungen, Kommunikationspfaden, … etc. Schritt halten zu können, die mit dem “Internet der Dinge” und der nahtlosen Verknüpfung von Mensch, Unternehmen und Dingen einher gehen.
  • Jedes Unternehmen ist ein Technologie-StartUp, denn mit dem massiven Einzug von Software in nahezu jedes Geschäftsmodell (Gartner nimmt IT Ausgaben von 1.3Mrd im Jahr 2015 im EMEA Raum an) ergeben sich völlig veränderte Ausgangslagen für sowohl Technologie- als auch Non-Technologie-Unternehmen.
  • In einer digitalisierten Wirtschaft müssen IT-Organisationen ihren Zugang zu Sicherheitsfragen und Risikomanagement grundlegend ändern, denn in einer Welt, in der jeder mit allem und alles mit jedem vernetzt sein kann, sich diese Verbidnungen zu jeder Zeit neu definieren können und durch wesentlich raschere Innovation jederzeit neue Verbindungen entstehen können, bleibt keine Zeit für Vorabminimierung von Risikoszenarien – ja: sind diese nicht einmal vollinhaltlich abgrenzbar. Im Gegenteil, es müssen Risiken bewusst in Kauf genommen und proaktiv gemanaged werden.

Die Pressemitteilung zur Keynote von Peter Sondergaard kann im Gartner Newsroom im Wortlaut nachgelesen werden.

 

Published by:

Innovationskraft ist nicht das Problem!

Und so ist dies hier also mein erster österreichischer (vulgo: deutschsprachiger) Blogbeitrag. Garnicht so einfach, stelle ich gerade fest, wenn man es gewohnt ist, “English” zu schreiben … Und warum das Ganze? Weil diese Methode – “Arse First”, Greg Ferro’s Heransgehen an das Bloggen einfach immer noch funktioniert.

Bleibt die simple Frage:

Was war es diesmal

…, das mich dazu veranlasst hat, etwas zu schreiben?

Vergangene Woche besuchte ich das Pioneers Festival in der Wiener Hofburg: Eine Manifestation der Innovationskraft in der IT, ein Fingerzeig in die Richtung, in der sich die IT – nicht nur in diesem Lande, der Region oder Europa schlechthin – sondern einfach überhaupt hinbewegt. Eine grandiose Veranstaltung, die sogar einen nicht unbedingt genuinen Gründer wie mich (so, von der prinzipiellen Art her) motiviert. Ganz einfach durch den “Spirit”, der zwei Tage lang durch die altehrwürdigen Hallen der Hofburg wehte …

Und dann, am Abend des zweiten Tages, ergab es sich, dass ich wieder einmal Zeit fand, eine der regelmäßigen – durchaus guten – Veranstaltungen der APA EBC (eBusiness Community) zu besuchen. Ein Impulsvortrg mit Podiumsdiskussion zum Thema “Das neue Maschinenzeitalter: Wie die Automatisierung die Arbeitswelt verändert“. Peter Brandl (evolaris) sprach den Vortrag, der sich im wesentlichen mit Industrie 4.0 und IoT beschäftigte (der Mann hatte Gartner gründlich studiert und die wichtigsten Entwicklungen durchaus gut und launig zusammengesfasst). Vertreter von IBM, Kapsch und der TU Wien diskutierten danach mit ihm die brennenden Fragen rund um das Thema des Veranstaltungstitels, von welchen die heißeste offenbar jene nach dem möglichen Verlust von Arbeitsplätzen durch die nahen IT-technischen Zukunftsentwicklungen zu sein schien (Zusammenfassung gefällig?)

Während Andreas Kugi (TU) noch einige Male einbrachte, dass die innovativen und umwälzenden Entwicklungen der nächsten Jahre vor allem einer reformierten Art der Ausbildung bedürfen, hatten die übrigen Gesprächspartner offensichtliche Mühe, sich von Gemeinplätzen wegzubewegen. Warum? Weil ein Thema in der gesamten Diskussion – auch bei den Wortmeldungen aus dem Publikum (deren aus Zeitgründen überhaupt nur 3 zugelassen werden konnten) – völlig unter den Tisch fiel: Der Einfluss der Legislative an der Weiterentwicklung der IT in unserem und den übrigen Europäischen Ländern!

Letztendlich ist die Sachlage in unseren Breitengraden relativ simpel: Es gibt

3 einfache Punkte

für das Scheitern des Digitalzeitalters (neudeutsch: “Digital Business”) in unseren Landen:

  1. Während andernorts längst außer Diskussion steht, dass die Verbindung und nahtlose technologisierte Kommunikation von Menschen, Unternehmungen und Dingen Einzug in unseren täglichen (nein: nicht nur den Arbeits-)Alltag halten wird, war jene oben zitierte Diskussion über weite Strecken noch von der Frage geprägt, in welchem Ausmaß uns diese disruptiven Veränderungen treffen werden. Voll und ganz werden sie es – das ist relativ einfach vorherzusagen.
  2. Am – ebenfalls oben bereits erwähnten – Pioneers Festival meinte der Amerikanische Venture Capitalist Erik Bovee (http://speedinvest.com/ – Wien, Silicon Valley) wörtlich: “Venture Capitalists hassen Österreichisches Recht und Deutsche Besprechungsprotokolle”. Was als launige Bemerkung in einer einstündigen Präsentation zu StartUp-Tips gedacht war, zeigt eines schon sehr deutlich: StartUps und junge Unternehmer, die ihre Ideen vor allem mit den neuen Möglichkeiten der IT-Veränderungen unseres Zeitalters umzusetzen wissen, siedeln sich eher in Ländern an, die ihnen unterstützend unter die Arme greifen, als in solchen, die durch ihre Gesetzgebung oder regulative Kraft die Entwicklung und den Höhenflug einer brillanten Idee zu stoppen wissen.
  3. Eine weitere viel zu schwergewichtig in der genannten APA Podiumsdiskussion erwähnte Fragestellung war jene der Privatsphäre. O-Ton: “Natürlich ist es erforderlich, sich im Zuge des Platz-Greifens all dieser Industrie 4.0 und IoT-Technologien über den Umgang mit sensiblen Daten klar zu werden und dafür geeignete Maßnahmen zu ergreifen.” (eine Ebene, die übrigens bereits vor 6 Jahren in der damals hierzulande beginnenden Cloud-Diskussion immer wieder erklommen wurde – wohl um sich um die konkreten Cloud Computing Fakten herumzuschummeln – siehe auch diesen Blogbeitrag zum Thema). Die Frage nach den Chancen wird also offensichtlich wenn dann erst nach sorgsamer Betrachtung, Beantwortung und Regulierung möglicher Risiken in Augenschein genommen.

Ich glaube, wir sollten uns darüber im Klaren sein, dass die Weiterentwicklung von allem, was auf Basis von Cloud Computing in unsere alltägliche Lebenswelt Einzug gehalten hat – mobile Verfügbarkeit, der Einsatz sozialer Netzwerke für alles mögliche, Datananalyse in Echtzeit, inklusive entsprechender Schlussfolgerungen, die Verknüpfung von Informationen von uns, unserem Verhalten, den Dingen, mit welchen wir interagieren, … – nicht aufzuhalten ist. Wir sollten uns auch darüber im Klaren sein, dass diese Weiterentwicklung eine Unmenge an Chancen mit sich bringt, unser Leben – bei entsprechend weisem, bewussten Umgang damit – in jeder Hinsicht zu bereichern. Und wir sollten uns darüber im Klaren sein, dass da draußen irgendwo eine schier unglaubliche Anzahl an intelligenten, kreativen Menschen herumläuft (über 3.000 alleine am Pioneers Festival), die mit täglich neuen Ideen diese Weiterentwicklung aufgreifen, in Lösungen integrieren und vorantreiben.

Und wenn wir uns hinter Regularien und Gesetzen verstecken, die zu unserem angeblichen Schutz verankert werden – nun: Dann werden diese Menschen eben wo anders hingehen, um ihre Ideen zu verwirklichen. In der Tat: Das “Internet der Dinge”, intelligente Maschinen und Industrie 4.0 wird Arbeitsplätze lediglich verändern, nicht vernichten – in diesem Punkt stimme ich den Diskussionsteilnehmern der APA EBC Veranstaltung unbedingt zu. Vernichtet werden Arbeitsplätze in unserem Lande dadurch, dass den Möglichkeiten durch die Weiterentwicklung von Technologien und innovativen Ansätzen nicht genügend Platz, Raum und Recht gegeben wird.

In Österreich war Innovationskraft noch nie das eigentliche Problem! Das Problem war meist, dass sie nur in anderen Ländern wirklich Nutzen-schaffend ausgelebt werden konnte. Es wäre an der Zeit, das zu ändern. Dringend!

 

Update: Link zur Keynote von Peter Brandl

Published by:
%d bloggers like this: