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Drum prüfe, wer sich ewig bindet!

Chello UPC rühmt sich mit schnellem Internet. Hyper-schnellem Internet. Leider bleibt das – zumindest in den Wiener Innenbezirken – meist eine Mähr’! Da nun aber gerade in diesen Breitengraden die Alternativen mangels “blizznet” et al. rar sind, bzw. LTE auf Grund der Bebauungsdichte auch keine besseren Ergebnisse liefert, ist man der miserablen Servicequalität des Quasi-Monopolisten auf Gedeih und Verderb ausgeliefert.

Oder?

Nein, ist man nicht. Denn eine garantierte Bandbreite muss nun mal eingehalten werden; wird sie das nicht, hat der Kunde laut VKI Gewährleistungsanspruch (siehe Artikel derstandard.at vom 25 Mai d.J.)

Das Silberschneider-Script am Mac in 4 Schritten

Der oben erwähnte Artikel liefert ein “Speed-Test” Skript mit, welches periodisch die Internet-Geschwindigkeit prüft. Idealerweise konfiguriert man Skript und cronjob auf einem dauerhaft laufenden Linux Server (dafür wurde es maßgeschneidert). Es geht aber – mit ein paar Adaptionen auch am Mac. Hier die Infos:

1. Download und Install

Den Dauerläufer speedtest_cron gibts auf GitLab! Er bedient sich eines speedtest-cli Skripts von “Sivel” (github download). Beides herunterladen und in einem eigenen neuen Ordner unter ~/Library ablegen (~ ist: user directory – z.B. /<main-hd>/Users/<mein-name>/). Die speedtest-cli Dateien kommen dabei in das vorbereitete Unterverzeichnis “speedtest_cli” (Anm.: speedtest-cli ist mit Apache-Lizenz freigegeben; speedtest_cron ist komplett frei verwendbar – ohne Gewähr).

2. Pfade anpassen

speedtest_cron ist per README Instruktionen perfekt für die Anpassung vorbereitet; das Einzige, was man im Prinzip tun muss, ist die Pfade auf die realen Gegebenheiten am eigenen Gerät anzupassen – im Skript sind das alle Stellen mit /path/to/this/folder

3. Network-Interface adaptieren

Die Netzwerkkarten werden unter Linux mit eth0..n nummeriert. Unter Mac OS X heißen sie en0..n! Da das cron-Skript versucht, die Quelle des Speed-Tests (Source IP Adresse) mit zu berücksichtigen, muss man diesen Teil adaptieren. Dazu die folgende Zeile in der Datei speedtest_cron ändern:

/<mein-pfad-zum-speedtest>/speedtest_cli/speedtest_cli.py --share --server 5351 --simple --source `/sbin/ifconfig eth0 | grep 'inet addr:' | cut -d: -f2 | awk '{ print $1}'` > /<mein-pfad-zum-speedtest>/speedtests/$DATE.log

Der wesentliche Teil beginnt bei “/sbin/ifconfig …“. ifconfig liefert – auch unter OS X – die Netzwerkkonfiguration aller Interfaces. eth0 existiert nicht, daher kommt es zu einem Fehler. Unter Verwendung von en0 gibts ein Ergebnis, das allerdings anders als unter Linux formatiert ist; daher läuft auch das nachfolgende rausschneiden der IP-Adresse anders. Der adaptierte Befehl sieht folgendermaßen aus:

/<mein-pfad-zum-speedtest>/speedtest_cli/speedtest_cli.py --share --server 5351 --simple --source `/sbin/ifconfig en0 | grep 'inet' | cut -d: -f2 | awk '{ print $2}'` > /<mein-pfad-zum-speedtest>/speedtests/$DATE.log
  • ifconfig en0 liefert die Daten zur ersten Netzwerkkarte im Gerät (darf auch gerne eine andere sein, wenn über diese getestet werden soll)
  • grep ‘inet’ liefert aus den gesamten Daten von ifconfig jenen Teil, in dem die IP-Adresse steht
  • cut -d: -f2 schneidet alles vor einem Doppelpunkt weg und liefert nur noch das zweite Feld in der Zeile (könnte man unter OS X auch weglassen)
  • awk ‘{ print $2}’ liefert das zweite Feld in der “inet” Zeile – die IP-Adresse

Und diese wird dann als Quelle dem speedtest Skript vorgeworfen.

4: Cron Job erstellen

Das ist am Mac zugegeben etwas lästig. crontab wird nicht empfohlen, stattdessen laufen unter OS X alle zeitgesteuerten Jobs mit launchd. Die Zeit-Parametrierung lässt aber keine Syntax “laufe alle 10 Minuten zwischen X und Y Uhr” zu. Das muss leider mittels mehrerer identer Parameterzeilen angegeben werden:

<dict><key>Hour</key><integer>8</integer><key>Minute</key><integer>30</integer></dict>

Die Zeile oben sagt im Prinzip: Starte den Job um 8:30; und eine derartige Zeile kommt nun so oft mit so vielen Uhrzeiten in die launchd-Konfigurationsdatei, wie man Abläufe von speedtest_cron haben will. Etwas mühsam, aber gut … wem das zu nervig ist, einfach das LaunchControl UI verwenden (hier zum Download).

Also – launchd Einrichtung step-by-step:

  • …plist-Datei beliebigen Namens erstellen
  • Ablegen im Verzeichnis ~/Library/LaunchAgents (hier liegen unter OS X alle benutzerdefinierten launchd Job-Konfigurationen)
  • Label (beliebig): <key>Label</key><string>local.speedtest</string>
  • Auszuführendes Programm: <key>Program</key><string>/<mein-pfad-zum-speedtest>/speedtest_cron</string>
  • Startzeitpunkte festlegen mit dem Schlüssel <key>StartCalendarInterval</key>
  • Oben erwähnte Zeile mehrfach einfügen je nach Wunsch

Eine vollständige sehr gute launchd-Anleitung gibts hier: http://launchd.info/

4a: Start ohne Reboot

launchd Jobs starten beim booten oder beim Login; alternativ kann man mittels Kommando

launchctl load

den Job direkt manuell starten. Ab dann läuft der Speedtest gem. eingestellten Zeitparametern und legt jeweils eine Datei im Unterverzeichnis ~/Library/<mein-pfad-zum-speedtest>/speedtests ab.

Diese können allesamt auf Wunsch noch mit dem mitgelieferten Skript speedcsv in eine CSV-Datei überführt werden.

Und die kann man dann freudig UPC als Nachweis für deren schlechte Service-Qualität vorlegen, um zumindest etwas weniger zu zahlen – in der Hoffnung, dass besonders viele solcher Nachweise den Provider endlich dazu verführen, seine Leistungen im Wiener Innenstadtbereich nachhaltig zu verbessern.

 

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Student_in der Soziologie gesucht!

Nein – nicht, wofür du jetzt glaubst …

Sonntagnachmittag. Der gestrige Tag wurde von der Generation… (was sind die Damen und Herren jetzt eigentlich; für “Z” sind die doch auch schon zu jung, oder?) … an den Computern verbracht. Leage-of-Legends, Minecraft, oder was das Internet halt sonst noch so an Spielen hergibt. In Konsequenz dessen gab es heute also einen “Frische Luft”-Zwang-Tag. Weitestgehend Internet-frei (außer zur Navigation am Stadtwanderweg Nr. 4) und ohne der Chance, dem mit einem vagen “ich treff mich später noch mit Freunden; ich bleib da” auszuweichen.

Der Drittgeborene (14) schaffte es dann doch noch erfolgreich, sich vorzeitig vom gemeinschaftlichen Ausflug zu verabschieden. Hätte er sein Smartphone etwas selbstsicherer als Navigator zu verwenden vermocht, wäre ihm das lange vor dem Anstieg an den höchsten Punkt des Satzberges gelungen.

Mich stimmen derartige Situationen zweifach – völlig konträr zueinander – arg nachdenklich:

  1. Was ist so schlimm am Rausgehen?
  2. Warum ist ein Smartphone für einen 14-jährigen immer noch nur ein Tipp-o-phon?

Im Volksschulalter

waren mein Bruder und ich mit 3 Kindern aus der Siedlung befreundet. Unsere Eltern trennten streng in Schulgewand und Alltagsgewand. Deshalb hielt uns nach den Hausaufgaben noch das für uns überaus lästige Umziehen vom Treffen mit den geliebten Freizeitkumpanen ab. Wir haben damals Lokal-Geschichte geschrieben auf unseren Ausflügen in die dörfischen Umlande. Der Beweis unserer kindlichen Kraft, in der Lage zu sein, ein Wehr zu öffnen, endete für den örtlichen Forellenzüchter mit dem Verlust seines Fischschwarms – sehr zum Leidwesen unserer Eltern, die das entschuldigen mussten. Dass wir danach was zu hören bekamen, verstand sich von selbst. Tags darauf waren wir dennoch wieder draußen.

Gut – mag man einwenden: Damals gab es weder Computer (zumindest nicht im privaten Haushalt) noch Smartphones. Aber es gab Bücher. Fernsehen (hie und da). Matchbox-Autos, die man stundenlang unter dem Heizkörper in Reih und Glied aufstellen konnte, und Fußball-Sammelkarten. Gründe genug, das Haus nicht zu verlassen; und oft genug entschieden wir uns für sie. Uns rauszukriegen aus den eigenen vier Wänden war dennoch recht einfach und unsere Eltern hatten mehr Stress damit, was wir nun wieder anstellten, als damit, dass wir zu wenig oder zu spät selbständig werden würden.

Man mag auch einwenden, dass es wohl etwas leichter war, in der ländlichen Umgebung meiner Kindheitsheimat nicht verloren zu gehen, als in einer Großstadt. Ich meine hingegen, dieses vermeiden heute intelligente, hilfreiche Smartphone-Funktionen doch völlig ohne weiteres. Kinder lernen heute in dem Alter, in dem ich Fische unerlaubterweise in ihre Freiheit entließ, wie man ein Smartphone (zum Spielen) benutzt. Da könnte man doch annehmen, dass sie dann im gymnasialen Alter wissen, wie sie es dazu benutzen können, ihren frischluft-fanatischen Eltern zu entkommen.

Oder ist es vielmehr vielleicht so,

dass Eltern heutzutage die Computer-Verliebtheit ihrer Kleinen doch ein wenig genießen? Meint vielleicht manche Mutter, dass ein Nachmittag (10-12 Stunden) Strategiespielen am Kastl sicherer ist, als mit irgendwelchen Freunden, die man vielleicht garnicht so genau kennt, irgendwo in der Großstadt herumzuhängen?

Ein Teil meiner spärlichen Freizeit ist bekanntermaßen mit der Arbeit für eine mir aus zig-1000 Gründen lieb gewordene Organisation – http://www.cisv.org – gefüllt. Wir bieten Kindern ab dem Alter von 11 Jahren an, ihre Ferien mit Gleichaltrigen aus der ganzen Welt zu verbringen und zu lernen, wie die so leben. Für die 11jährigen dauert unser Programm 4 Wochen; das hat gute Gründe in der Zeit, die Kinder in dem Alter brauchen, um sich gegenseitig so richtig zu vertrauen. Wenn ich Eltern davon erzähle, höre und spüre ich die Begeisterung, die sie meinen Schilderungen entgegenbringen – bis zu dem Moment, an dem ich “4 Wochen” sage. Dann weiten sich oft genug die Augen mit Schrecken und es folgt eine Antwort à la “Nein, 4 Wochen – das ist für mein Kind viel zu lange! Das kann es noch nicht!”

Und wenn ich so über uns, über die Generation nach mir, über die nächste danach, … nachdenke, dann scheint es mir fast, als könnte man eine Rückwärtsbewegung des Abnabelns beobachten: Mir konnte es nicht früh und schnell genug von zu Hause weg gehen – sei es mit 11 auf den Feldweg oder zum Fischwehr oder dann mit 18 nach Wien. Unser Drittgeborener definiert soziale Interaktion über den Chat in League-of-Legends. Und wenn wir – was wir noch nie getan haben – dann doch mal das Internet abdrehten, dann sagt er, er verlöre alle seine Freunde.

Ich suche eine/n Soziolog*in,

die Interesse hat, das Phänomen Smartphone/Computer/Internetspiel im Zusammenhang mit dem Loslassen in der Kindererziehung zu untersuchen. Was verändert sich da? Haben diese Devices Einfluss auf den Freiheitsdrang unserer Kinder? Welchen? Und welchen haben sie einen auf das Sicherheitsdenken heutiger Eltern? Sind die vielleicht froh darüber, dass die lieben Kleinen lieber Zeit in ihrem hochsicheren, hochdigitalisierten Kinderzimmer als auf der Straße oder im Park verbringen?

Mich würde das wissenschaftlich interessieren? Ehrlich! Und ich biete hiermit Unterstützung an …! Ehrlich! Wer mag?

 

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a man is not dead while his name is still spoken

It is tremendously moving, how wonderfully the Net reacts to the death of Sir Terry Pratchett who made such a huge impact not only to fantasy literature as such but to the way all things can be seen (maybe: should be seen).

One of the most eternal of initiatives is “GNU Terry Pratchett” (made it even to BBC Technology News) where GNU stands for:

  • G: pass the message on
  • N: do not log the message
  • U: turn the message around at the end of the line and send it back

derived from Pratchett’s “Going Postal” where the murdered clacks operator John Dearheart is GNU-ed as of the conviction that “a man is not dead while his name is still spoken”.

The initiative suggests to add an “x-clacks-overhead” message to the http header of a site or web server. Simply spoken: Add a meta-tag to your http header – a variable which gets transmitted through the net within the site’s header information – unseen but there – eternally.

I added it to my sites.

If you wanna participate but avoid browsing the net for further explanation – here’s the shortcut:

  1. Multiple code snippets and links to plugins for introducing the x-clacks-overhead message (plain html, apache, nginx, wordpress, etc.): http://www.gnuterrypratchett.com/
  2. Plugin for Google Chrome to display an icon when a site has the overhead message set (easy to install directly from Chrome store): https://chrome.google.com/webstore/detail/clacks-overhead/lnndfmobdoobjfcalkmfojmanbeoegab

And there we go -> www.smile-IT.at (took me longer to write this post than to introduce the message 😉 – DEATH won’t have him!)

 

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Sunday afternoon fun: The Web and the Net

A friend of mine posted that pic on facebook – together with the post from the Status-Q blog archive, saying:

This has been circulating on Twitter, courtesy of Jeremy Geelan – taken at W3C20. Tim Berners-Lee is on the left, Vint Cerf on the right, and the joke is on those who don’t know the difference between the web and the ‘net.

In 2014, that joke still seems to work – and why shouldn’t it? At least amongst folks not captured all day with technology stuff. But there’s an easy metaphor to know the difference:

  • You write a letter on a piece of paper – in your own words, your language – which (hopefully) the recipient – say: your friend – will understand. Letters get written to-and-fro between you and your friends, relatives, others; a whole lot of pages written fly across the earth. Pages in different languages and hopefully all the writers and recipients understand each other. To ensure exactly this – for electronic letters – Berners-Lee invented an ubiquitous language and called it HTML – so that everyone could understand those written pages, when displayed by something capable of reading HTML – a browser for instance 😉
  • And the letters? Well, they need transportation. The post offices, horse carriages, trains, ships, plains, … And busy postmen (and women, for sure) to deliver them to the recipients. All kinds of different transportation methods have to constantly join efforts and bridge gaps to get all those letters flying across the earth. To make that a little easier – for the electronic letters – Cerf thought of a unified method for transportation and called it Transmission Control Protocol (TCP); he even considered efficient addressing of recipients and called this the Internet Protocol (IP).

So, actually letters could exist electronically as pages, independently; everyone could understand them as they were all written in HTML, and recipients could decode them as they had browsers – here’s with the WEB.

Independently of this, writers and recipients could identify each other by addresses and could transport stuff between them – here’s with the INTERNET.

Needless to say – however – that the real breakthrough success eventually came with the joining of both (a little bit as in the pic, maybe ;))

 

 

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Internet behavioural education

Facebook: 1.26 billion users; Twitter: 500 million

Gmail: 425 million users (but Google+ only 343 – interesting, actually) and Outlook.com 400 million

WhatsApp: 300 million

LinkedIn: 238 million

Skydrive: 250 million

Shazam: 350, Spotify: 24, eBay: 120, Instagram: 150, Flickr: 87, Netflix: 38 million

Even Paypal (the payment platform: note – it’s about money!) has 132 million users

 

And then there’s this guy – a German “Spiegel” journalist – doing a self experiment by asking a group of hackers to inject malicious software into his devices (the full – German – article is here); and within 5 days his privacy is revealed and shared with millions, he’s outed gay on facebook, has a status posted that he’d resigned from his job, … …

… proving – by that experiment – that millions of billions of Internet users are actually idiots.

 

How can millions of billions still dare to use those services when it’s so ludicrously simple that their privacy is disclosed? Obviously the vast majority of those users still move safely around the net without fear. Why?

Maybe because they don’t reuse nor share their passwords, keep their pins secret, make use of elevated security measures (like security questions, alternate email, privacy settings). Maybe they also don’t click suspicious links in suspicious emails.

 

Folks – here’s a secret: Malicious software has to find its way into your devices first in order to successfully unfold its maliciousness!

I’m rather asking: How can an obviously small number of un-educated Internet users raise fear within the majority and thereby help such articles gain attention?

Maybe, we could push Internet behavioural education in our schools? I reckon, this might help more than slightly unrealistic self experiments …

 

(Figures above sourced from http://expandedramblings.com/index.php/resource-how-many-people-use-the-top-social-media/)

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